Zucker das schlimmere Fett ?

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Zuckerfrei

Vielen Menschen ist die Curry- oder Bratwurst genauso lieb wie die Schokolade oder ein Stück Kuchen. Das gilt auch für das Nutella- oder Marmeladenbrot zum Frühstück und ein Klecks Butter an den Kartoffelstampf. Ein schlechtes Gewissen deswegen? In den meisten Fällen nicht.

Doch irgendwann ertappen sich viele bei der Frage: Was ist eigentlich schlimmer, Fett oder Kohlenhydrate? Oder sollte ich weniger von beidem konsumieren?

Was propagieren die “Experten“?

Ganz einfach, das Lager ist gespalten. Die einen verteufeln Zucker, der aus Glucose und Fructose besteht, die anderen das Fett. Na toll! Das hilft also nicht weiter. Wie lauten die Fakten, damit man für sich selber klären kann, was schädlicher ist?

Der Körper benötigt beide Energielieferanten. Fette als Zellbaustoff und als Schutz vor Kälte. Kohlenhydrate (Zuckerstoffe) gelten als wichtigste Energiequelle für die Muskeln und das Gehirn. Dabei ist wichtig zu wissen, dass die Einfach- und Zweifachzucker diewürfelzucker schnellsten Energielieferanten sind. Leider mit dem Effekt, dass sich der Energieschub auch ebenso schnell wieder abbaut. Enthalten sind sie nicht nur in Soft- und Energydrinks sowie Süßigkeiten, sondern auch in Fertignahrungsmitteln sowie Konserven, Wurst und Gewürzmischungen.

Fette hingegen werden noch langsamer verwertet als Kohlenhydrate aus Vollkornprodukten. Somit liefern sie längerfristig die benötigte Energie.

Im Körper wird Zucker zu Fett umgewandelt

Was verursacht die enthaltene Glucose

Der Raffinadezucker zum Süßen von Kaffee, Tee und Desserts und als meist genutztes Süßungsmittel der Lebensmittelindustrie in den erwähnten Lebens- und Genussmitteln wird im Körper zu Fett umgewandelt. Dieser Vorgang funktioniert sehr einfach. Die Bauchspeicheldrüse schüttet entsprechend der konsumierten Glucosemenge den Botenstoff Insulin aus, wodurch die Energie des Zuckers dem Körper zur Verfügung steht. Ist der Körper jedoch schon ausreichend mit Energie versorgt, kommt es zum Andocken des Insulins an die Fettzellen. Dort wird die Energie in Form von Fett (für Notzeiten) gespeichert. Da wir diese Notzeiten (zum Glück) nicht haben, wird es nicht über kurz oder lang verbraucht/abgebaut und der Mensch wird immer dicker.

Wird selbst jetzt, wo die Phase der Gewichtszunahme eingetreten ist, weiter Zucker gegessen, sind zwei Situationen möglich

1. Die Insulin produzierenden Zellen erschöpfen sich

2. Der Körper benötigt immer höhere Insulinmengen zum Reagieren.

Beides hat eine Insulinresistenz zur Folge.

Der Blutzuckerspiegel bleibt viel zu hoch und der Körper wird nachhaltig geschädigt.

Übergewicht und Fettleibigkeit sowie weitere sogenannte Zivilisationserkrankungen wie Typ 2 Diabetes, Magen-Darm-Probleme, Herzinfarkt bzw. Herzschwäche aber auch Schlaganfall, Depressionen und unterschiedliche Krebserkrankungen sind auf erhöhten Zuckerkonsum und damit zu viel Glucose zurückzuführen. Auch die zunehmend diagnostizierte Fettleber bei Kindern ist eine unmittelbare Folge.

Was verursacht die enthaltene Fructose

Sie gelangt über den Dünndarm in den Dickdarm, wodurch sich die Darmflora verändern kann. Die Entstehung pathogener Keime wird gefördert. Verdauungsprobleme und Entzündungen sind die Folge. Außerdem kann es zu einer Schädigung der Nieren kommen. Die Folge ist eine Fettleber, die dann zu einer Leberzirrhose oder Hepatitis führen kann.

Damit der Stoffwechsel der Leber durch die zu hohe Fructosemenge nicht vollständig zum Erliegen kommt, werden Triglyceride (bestimmte Form von Fett) gebildet. Durch deren Einlagerung kann es ebenfalls zu einer Fettleber kommen. Die Fettmoleküle gelangen dann in den Bauchraum und ummanteln die inneren Organe. Es entsteht der „Rettungsring“.

Zucker bindet sich aber auch an die Kollagene der Haut und lässt diese alt und schlaff erscheinen.

Zudem kann sich Zucker an die Andockstellen der Immunzellen binden und so chronische Entzündungsreaktionen auslösen.


Fazit:

Damit unsere Organe und damit unser Körper in seiner Gesamtheit gesund bleibt, sollte der Verzehr von Zucker auf ein Minimum reduziert werden. Eine körperliche und geistige Fitness sind das Resultat, wenn wir uns nicht verführen lassen. Das gelegentliche Eis, ab und an ein Stück Kuchen oder in Memory eine Nutellastulle sind trotzdem erlaubt. Tolle Tipps für eine Zuckerfreie Ernährung findet ihr auch auf: 

https://www.nature-love.de/blogs/news/clean-eating-oder-zuckerfreie-ernahrung

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