Ökologische Fortbewegung in Berlin – Utopien und Ansätze

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Einige Gruppen machen sich bereits seit Jahren Gedanken darüber, wie in Berlin eine ökologische Form der Fortbewegung realisiert werden könnte. Bereits in diesen Tagen lassen sich erste Ansätze dieser Konzepte bei einem genauen Blick auf das Stadtbild erkennen. Doch welche davon werden eine Perspektive für die Zukunft aufweisen?

Schadstoffaustoß reduzieren


Wie andere Metropolen in Deutschland kämpft auch Berlin für eine Reduzierung der Schadstoffe. In der Innenstadt spielt der Autoverkehr hierfür eine maßgebliche Rolle. Aus diesem Grund soll in den kommenden Jahren zunächst die Zahl der Fahrzeuge Schritt für Schritt reduziert werden. Damit ein solches Vorhaben erfolgreich in die Tat umgesetzt werden kann, ist es für die Behörden weiterhin wichtig, der Bevölkerung passende Alternativen mit an die Hand zu geben.

Eine wichtige Säule des Verkehrskonzept ist aus diesem Grund der öffentliche Nahverkehr. Zwar stoßen auch Busse Schadstoffe aus, doch pro Kopf reduzieren sich die Emissionen auf diese Weise deutlich. Weiterhin wird immer häufiger auch mit elektrisch betriebenen Bussen experimentiert, die sich auch in Berlin in den kommenden Jahren durchsetzen sollen.

Bereits seit einem starken Jahrhundert ist es die Berliner U-Bahn, die für eine zusätzliche Entlastung der Situation sorgt. Sie ist für einen großen Teil der Bevölkerung das Mittel der Wahl, um am Morgen in die Arbeit, in die Uni oder in die Schule zu kommen. Eine solch große Zielgruppe anzusprechen war nur dadurch möglich, dass der Komfort auf der Strecke in den vergangenen Jahren stark erhöht werden konnte. Inzwischen sorgen zum Beispiel bessere Takte dafür, dass mehr und mehr Menschen die Bahn als Fortbewegungsmittel für sich in Betracht ziehen. Auch die Politik wird sich diesem Thema wohl in den kommenden Jahren verschreiben.

Das Fahrrad als Chance


Doch bedeutet die ökologische Fortbewegung nun, dass wir in Zukunft auf die Bequemlichkeit und den Komfort des individuellen Transports verzichten müssen? Tatsächlich scheint dies nicht der Fall zu sein. Viele Aktivisten verweisen auf die großen Qualitäten, welche das Fahrrad in dieser Kategorie mitbringt. Auf der einen Seite ist es möglich, sich unabhängig von dem aktuellen Fahrplan fortzubewegen und ganz persönliche Ziele anzusteuern. Gleichsam ist die Bewegung selbst völlig ökologisch und weist dadurch einen weiteren elementaren Pluspunkt auf.

Um das Fahrrad nicht nur für sportlich aktive Menschen attraktiv zu machen, könnten in Zukunft Aufrüstungen eingesetzt werden. Selbst ein E-Bike verfügt noch über eine gute Ökobilanz, wenn es gleichsam mit Ökostrom betrieben wird. Damit vergrößert sich jedoch die mögliche Distanz, die mit dem Rad zurückgelegt werden kann. Alles in allem handelt es sich also um eine weitere Nutzbarmachung, die nur im Sinne der Allgemeinheit sein kann.

Dass sich bislang in Berlin noch vergleichsweise wenige Menschen dazu entschließen, mit dem Fahrrad durch die Stadt zu radeln, liegt vor allem an der Infrastruktur. Denn noch immer mangelt es an klar ausgewiesenen Radwegen, die auch durch dicht besiedelte Gebiete führen. Müssen sich Radfahrer und Autofahrer eine Straße teilen, steigt vor allem für Erstere das Unfallrisiko deutlich. Sollte es in den kommenden Jahren jedoch möglich sein, diesen Nachteil zunehmend aus der Welt zu schaffen, so könnte für ausgeglichenere Verhältnisse gesorgt werden.

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