Mehr Wohnraum für Berlin – Was ist zu tun?

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Berlin Wohnungen

Die aktuell Wohnungssuchenden, mit dem Wunsch nach einem festen Wohnsitz in der Bundeshauptstadt, haben es zurzeit nicht leicht und dies wird sich in den nächsten Jahren mit ziemlich großer Wahrscheinlichkeit auch nicht ändern. Dies liegt unteranderem darin begründet, dass die momentane Nachfrage größer ist als das gemachte Angebot seitens der Vermieter. Laut dem Amt für Statistik in Berlin, sind 2016 13.659 neue Wohnungen in Berlin entstanden, ein beträchtlicher Zuwachs von 27,4%, im Vergleich zum Vorjahr. Im Jahre 2016 sind allerdings 60.000 Neuberliner in die Stadt hinzugekommen, was den Bedarf an neuem Wohnraum und vor allem bezahlbaren Wohnraum mehr als deutlich macht. Laut statistischen Angaben, hat Berlin aktuell 1,9 Millionen Wohnungen, in circa 330.000 Wohngebäuden untergebracht. Dies verdeutlicht die Anziehungskraft, dieser vor Leben pulsierenden Metropole im Herzen Europas. Auch hier ist die Wohnungsneubauförderung gefragt.

Berlin – geschichtsträchtig und anziehend

Die Bundeshauptstadt wurde im 13. Jahrhundert gegründet, wobei andere Quellen sich auf dem Gründungsjahr 1183 berufen. Berlin entstand aus dem Zusammenschluss zweier Kaufmannssiedlungen, aus Cölln und Berlin. Im Jahre 1400 waren in Berlin 8.500 Einwohner wohnhaft und die Stadt konnte gerade einmal mit 1.100 Wohnhäusern aufwarten. Die Beliebtheit, welche diese Stadt über die Jahre erlangte und auch heute noch fortwährend erfährt, macht sich in letzter Konsequenz darin bemerkbar, dass eine akute Wohnungsnot in dieser herrscht.

Aktuelle Wohnraum-Situation

Die aktuelle Wohnsituation führt auch dazu, dass auch die früher als unbeliebt angeprangerten Kieze, plötzlich in ihrer Attraktivität gestiegen sind. Hier ist ein Zuwachs der Mieten um 10% zu verzeichnen, was den durchschnittlichen Quadratmeterpreis in den Kiezen auf 8,94 Euro ansteigen lässt. Der Mieter in Berlin zahlt im Durchschnitt für seine Wohnung 8,99 Euro/qm. Es ist somit deutlich zu erkennen, dass sich Berlin insgesamt gesehen, einem höheren Mietniveau anpasst. Es ist also unumgänglich, dass im Bereich des sozialen Wohnungsbaus etwas getan werden muss, damit die sozial schwächer gestellten Einwohner Berlins nicht das Schlusslicht inmitten dieses Wohnchaos bilden werden. In Berlin boomt der Fremdenverkehr. Problematisch sind auch die ganzen touristisch genutzten Wohnungen in Berlin, welche den Einheimischen immens an Wohnraum nehmen.

Hochkonjunktur für eventuelle Abrissarbeiten

In Berlin stehen momentan 100.000 qm bundeseigene Büroflächen leer, wovon 60% sofort zu vermieten wären und die übrigen 40%, nach entsprechenden Sanierungsarbeiten, den Berlinern ebenfalls genügend Wohnraum bieten könnten. Bevor mit diversen Sanierungsarbeiten begonnen werden kann, müssten die zuvor anstehenden Abreißarbeiten stattfinden. Der Begriff Abriss, bezeichnet im Bauwesen das komplette oder teilweise Zerstören und Entsorgen von Bauwerken. Spezielle Abrissunternehmen in Berlin gibt es wohnungen berlingenügend, sodass sofort mit dem Einreißen, Abtragen, Demontieren, Zerschlagen und in manchen Fällen auch das kontrollierte Sprengen erfolgen könnte. Soll nur eine Teilabreißung erfolgen, wie es bei der Umgestaltung von Bürogebäuden zu Wohnräumen Sinn machen kann, erfolgt dies durch Wandsägen oder mit Hilfe von Kernbohrgeräten, um letztlich die Bausubstanz nicht komplett zu schädigen. Hierzu ist immer eine Abrissgenehmigung von höchster Notwendigkeit und die Sicherheits- und Gesundheitsschutzmaßnahmen müssen ebenfalls zum Schutze der Arbeiter und Bewohner eingehalten werden. Der demografische Wandel, der sich in der ganzen Republik vollzieht und das insbesondere in Berlin, muss den Verantwortlichen vor Augen führen, wie notwendig eine Reformierung des Städteumbaus ist und die Leidtragenden zum Schluss nicht die sozial Schwachen sein dürfen, welche immer weiter an den Stadtrand gedrängt werden.

Fazit

Um das Problem fehlenden Wohnraumes lösen zu können, sollten sich die Verantwortlichen nicht vor angeblich sozial schwachem Mieterklientel fürchten, die laut Aussagen für eventuell höhere Instandhaltungskosten sorgen könnten und dem daraus resultierenden Verwaltungs-Mehraufwand, sondern sich wieder der sozialen Grundfeste besinnen.

Die Politik in Deutschland könnte zudem mit einer Ausweitung des Wohngeldes die Vermieter dazu bewegen, diesen Schritt zu wagen und nicht wie geplant, ab 2020 die Wohnraumförderung für Sozialwohnungen drastisch zu begrenzen.

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