Glatte Haut mit sanftem Licht

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Die Sommerferien haben begonnen und spätestens im wohlverdienten Urlaub darf unsere Haut wieder die warme Sonne spüren. Doch was ist das? Sind das etwa Stoppeln an den Beinen? Lästige Haarstoppel können selbst die schönsten Beine ungepflegt aussehen lassen.

Wie die Haut dauerhaft von Haaren befreit werden kann:

Die Lösung für glatte Haut heißt dauerhafte Haarentfernung. Besonders bewährt hat sich das IPL-Verfahren, das bereits seit den 90er-Jahren zur Haarentfernung eingesetzt wird. Ursprünglich wurde die IPL-Technik zur Entfernung von Gefäßerweiterungen entwickelt. Bei der Behandlung zeigte sich jedoch, dass nicht nur die Gefäßerweiterungen verschwanden, sondern auch die Haare. So erweiterte sich der Einsatz von IPL aus dem medizinischen hin in den kosmetischen Bereich und bescherte bereits vielen glatte Haut ohne die lästigen Haare.

Wie funktioniert die Technik hinter IPL?

IPL ist eine Art der Epilation, wobei IPL-Geräte nicht so brutal arbeiten wie Epilierer, im Gegenteil arbeitet es mit sanften Lichtpulsen. Das IPL-Haarentfernungsgerät emittiert Lichtblitze, die auf Haut und Haare treffen. Das Licht ist kein gewöhnliches Licht, wie es beispielsweise eine Glühbirne ausstrahlt – viel mehr wird nur ein gewisser Frequenzbereich genutzt. Dieses Licht reagiert mit dem Melanin, dem Farbpigment der Haare. So wird aus Lichtenergie letztlich Wärmeenergie. In den Haarwurzeln führt dies zu einer gezielten Erhitzung, als Ergebnis fällt das Haar komplett aus.

Es fallen jedoch nur die Haare aus, die sich gerade in der Wachstumsphase befinden. Dies sind ca. 20-30%.  Deshalb reicht eine einzige Behandlung nicht aus, es müssen mehrere Zyklen wiederholt werden, idealerweise im 2-wöchigen Abstand.

Schön visualisiert wird die Technik von IPL auch in folgendem Video:

Die Ergebnisse werden nach frühestens 6 Wochen sichtbar sein:

Aufgrund der mehrmaligen Anwendung darf man auch nicht enttäuscht sein, wenn nach der ersten Behandlung kein direktes Ergebnis sichtbar ist. Die ersten Haare fallen bereits nach dem ersten Zyklus aus, nach 3-4 Zyklen sieht man dann sichtbare Ergebnisse: Die Haare werden deutlich weniger, die verbleibenden sind zudem dünner. Man braucht also Geduld, diese zahlt sich jedoch aus. Welche Frau wünscht sich nicht glatte Haare ohne das regelmäßige rasieren oder gar epilieren? Nach 6-8 Zyklen ist dann das Endergebnis erreicht, zu diesem Zeitpunkt sind ca. 90% der Haare dauerhaft entfernt. Die restlichen Haare sind üblicherweise sehr dünn und hell, sie können schnell und einfach entfernt werden.

Man muss jedoch beachten, dass man auch auf Dauer immer mal wieder mit IPL behandeln sollte, Hersteller wie Philips empfehlen eine Nachbehandlung alle 2-3 Monate. Dies ist bei jeder Person unterschiedlich. Dafür wird Frau (oder auch Mann) mit samtglatter Haut belohnt, die schmerzhafte Epilation oder die Pickel-verursachende Rasur sind Geschichte.

Nicht jeder darf IPL verwenden!

IPL ist nicht für jeden geeignet. Dunkelbraune oder gar schwarze Haut kommt für die IPL-Anwendung nicht infrage, da das in der Haut enthaltene Melanin mitreagieren und so Reizungen der Haut provoziert werden können. Ebenso darf IPL nicht auf Tattoos oder Leberflecken angewendet werden. Auf weißen, grauen, hellblonden oder roten Haaren funktioniert IPL auch nicht gut, da zu wenig Melanin in den Haaren enthalten ist und so Ipl hautnicht genügend Hitze entsteht. Schwangere sollten IPL übrigens auch nicht verwenden, da die Technik nicht an Schwangeren getestet wurde.

Bei der Einnahme bestimmter Medikamente oder Vorliegen von Krankheiten sollten Sie sich vorab bei Ihrem Hausarzt informieren. Weitere Tipps zur Anwendung und Gegenanzeigen von IPL finden Sie auch hier: IPL Anwendung.

Prinzipiell gilt: je heller die Haut, desto stärker darf die Intensität des Blitzes sein. Denn helle Haut besitzt sehr wenig Melanin und so ist das Risiko gering, dass die Haut gerötet oder anderweitig gereizt wird.

Empfehlenswert ist vor der ersten IPL-Anwendung der Gang zum Hautarzt, der kann einerseits zum Thema beraten, kennt die Krankheitsgeschichte und ganz wichtig: er kann die Haut untersuchen und macht auf Muttermale aufmerksam, die beobachtet werden müssen. Muttermale sollen generell nicht behandelt werden, besonders wichtig ist dies jedoch für diese Art von Leberflecken.

Gibt es Risiken?

IPL ist ein erprobtes Verfahren und wird seit vielen Jahren in der Kosmetik und für medizinische Zwecke eingesetzt. Wenn man sich an die Tipps zur richtigen Anwendung hält, sind keine Nebenwirkungen zu erwarten. Es kann bei zu starker Intensität oder falscher Anwendung jedoch zu Hautreizungen oder einer Haarbalgentzündung kommen.

Die Behandlung an sich ist glücklicherweise schmerzlos; es ist maximal ein leichtes Ziepen zu erwarten, das aber weitaus weniger schlimm als eine Epilation ist. Hier kommt es natürlich auf das individuelle Schmerzempfinden an, manche Anwenderinnen empfinden außer einem Wärmegefühl nichts.

IPL zuhause:

Ein großes Plus der IPL-Behandlung stellt die Möglichkeit dar, dass zuhause auf der Couch behandelt werden kann und der Gang ins Kosmetikstudio nicht zwingend erforderlich ist. So wird nur einmalig ein Gerät angeschafft und kann für viele Jahre verwendet werden. Waren vor einigen Jahren die Blitzlampen durch ihre kurze Lebensdauer ein kritischer Punkt, versprechen moderne Geräte eine Lebensdauer von bis zu 20 Jahren. Dies sollte man nicht wörtlich nehmen, es zeigt aber doch, dass die Geräte für einige Jahre für glatte Haut sorgen können.

Ein hochwertiges Gerät kostet zwischen 200€ und 400€. Man sollte vermeintliche Schnäppchen meiden, denn billige Geräte verfügen nicht über den Komfort und vor allem nicht die Schutzmechanismen, die höherpreisige Geräte bieten. So sind in der gehobenen Preisklasse meist mehrere Aufsätze für verschiedene Zonen im Lieferumfang enthalten. Eine Innovation der letzten Jahre ist der Hauttonsensor, der die passende Intensität für den vorliegenden Hautton vorschlägt. Manche Geräte verfügen über Kabelbetrieb, andere werden mittels Akku mit Energie versorgt. So kann bequem beim Seriengucken auf der Couch die Haut behandelt werden.

Man benötigt auch kein Zubehör; IPL-Gels sind überflüssig. Wem die Lichtblitze unangenehm sind oder die Augen gereizt werden, dem sei eine IPL-Brille empfohlen. Diese dunklen rundherum ab und sorgen für eine noch entspanntere Behandlung. Extra-Tipp: Wer tagsüber behandelt verträgt die recht hellen Blitze besser, da die Augen an die Tageshelligkeit gewohnt sind. So ist eine IPL-Brille unter Umständen gar nicht nötig.

Was ist der Unterschied zur Laserbehandlung?

Der Laser arbeitet auf einem engeren Spektrum und setzt dabei eine höhere Energie ein. Da Laser bei falscher Anwendung gefährlich sein können, dürfen diese nur von Profis eingesetzt werden. Dadurch ist eine Anwendung zuhause nicht möglich, es bleibt nur der Gang zum (teuren) Kosmetikstudio. Laut der Dermatologin Dr. Williams ist das Ergebnis von IPL-Geräten und Lasern vergleichbar.

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