Drei Café-Tipps für den Sommer in Berlin

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Berlin ist nicht nur die Stadt der Kulturen, nicht nur die Stadt der bewegten Geschichte, Berlin ist auch eine von Deutschlands Gastronomie-Hauptstädten. Überall in der Stadt sind kleine Cafés verteilt, an Ecken und an Promenaden, in den Seitengassen und auf kleinen Plätzen im gemütlichen Kiez. Wir stellen drei davon vor, in denen der Sommer am besten genossen werden kann.

Das „Blumencafé“ in Prenzlauer Berg

Prenzlauer Berg ist möglicherweise der erste Stadtteil, an den gedacht wird, wenn von Cafés die Rede ist. Die Gentrifizierung hat diesen Stadtteil seit den 1980er-Jahren so enorm verändert, dass alleine dieser Prozess schon bestaunenswert ist. Diese Veränderung hat aber mindestens eine gute Seite: Die hohe Anzahl gemütlicher, hipper Cafés. Das Wichtigste zuerst: Ja, der Name ist absolut wörtlich zu nehmen, denn das „Blumencafé“ ist sehr grün. Und überhaupt, es ist in der Tat auch ein vollwertiger, sogar gehobener Blumenladen, hier können schnell mal ein paar Pflanzen gekauft, aber auch ganze Blumenkonzepte bei einem Kaffee geplant werden. Uns interessiert aber vor Allem das Café und das trumpft, neben den klassischen Kaffeevariationen, mit einer guten Auswahl aus handgebackenen Kuchen und Quiches auf. Insgesamt bietet das Blumencafé weit mehr als es den Anschein macht, denn hier gibt es den ganzen Tag Frühstück, Antipasti, Tagessuppen und Eisspezialitäten! Ein überwiegender Teil der Speisen ist zudem in Bioqualität. Das Ambiente ist europäisch-deutsch, gemütlich, warm und vor allem grün. Übrigens: Die Location ist barrierefrei.

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Das „Zeit für Brot“ in Berlin Mitte

Der Duft vom frisch Gebackenem liegt hier in der Luft – nicht etwa morgens, sondern den ganzen Tag lang. Das „Zeit für Brot“ ist keine klassische Hipster-Location, ist nicht trendy – und genau deswegen ein Hotspot. Es braucht diese Imagepflege nicht, denn die schiere Leidenschaft, die hier in Kaffee und Kuchen gesteckt wird, spricht für sich selbst. Die Inneneinrichtung ist schlicht, mit warmen Holz- und Erdtönen. Wer das Glück hat einen Platz auf der kleinen Terrasse zu erobern kann eine der lebhaftesten Straßen in Berlin beobachten. Nochmal: Das „Zeit für Brot“ ist so schlicht, dass es fast aus der Reihe fällt, die Lage hingegen ist exquisit, mitten auf „der Alten Schönhäuser“, wie ein Berliner sagen würde. Denn diese Straße ist ein Laufsteg. Wo früher Sanierungsfälle standen, sind jetzt Galerien, Designstudios und angesagte Restaurants. Wo früher Grundstücke verwilderten, können heute lebende Fashion-Blogs beobachtet werden. Und das, dank dem „Zeit für Brot“, mit einem Cappuccino, der einem Italiener Heimweh in Herz pflanzt und dem möglicherweise besten Gebäck Berlins. Auch das Frühstück begeistert!

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Das „Silo Coffee“ in Friedrichshain

Das „Silo Coffee“ hat sich in letzter Zeit zu einer absoluten Kult-Location in Berlin entwickelt. Es wird neben einem perfekt gebrühten Kaffee allerlei vegetarisches serviert, vor allem Avocado steht ganz oben auf der Produktliste. Das pochierte Ei soll hier legendär sein, ansonsten gibt es allerlei eisgekühlte Säfte und viele weitere vegetarische und vegane Spezialitäten, auch glutenfreies Brot wird auf Wunsch gebracht. Die Location pflegt einen rustikalen Einrichtungsstil, es dominieren minimalistische Möbeldesigns und viel natürliches Holz. Es wird ein „australischer“ Stil gepflegt, auch der Kaffee ist ein Australier, was den ein oder anderen Gast geschmacklich überraschen dürfte.

Open today for all your Avocado & Toast needs – kitchen is open til 16:00. Lazy mondayssss ❤️

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Für Berlin könnten nicht drei sondern 30 kultige Kaffeebars genannt werden, die im Sommer einen Besuch wert sind. Der Trend geht hin zu einer breiteren Auswahl an Kaffee, zu fairtrade, Bio, Eis und alkoholfreien Cocktails. In Berlin sind viele Cafés, wie auch viele Kneipen und Bars, kurzlebig. Läden, die sich halten, wie die hier Beschriebenen, haben sich im dichten Gastronomie-Dschungel durchgesetzt – und das meist mit gutem Grund.

[Gesamt:1    Durchschnitt: 4/5]

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